Von der Heilanstalt zur innovativen Alexianer-Region

 

Wir alle wissen, die Alexianer sind weniger für ihre Worte, denn für ihre Taten bekannt. Und doch bietet dieses besondere Jubiläum – 125 Jahre Alexianer in Münster – eine gute Gelegenheit, einmal zu schauen, was sich hier in der Region getan hat, denn darunter findet sich eine Menge Erwähnenswertes.

 

Die Brüder und Mitarbeiter auf dem Campus am Alexianerweg haben den Wandel geschafft: Vom „Haus Kannen“, der stigmatisierten Heilanstalt vor den Toren Münsters, hin zu einem modernen, offenen und akzeptierten Lebensraum für Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen.

 

Unsere klinischen Bereiche sind weit über die Region bekannt als Orte, die liebevolle und kompetente Betreuung in seelischen Krisen bieten. Den sich über die Jahre ändernden Bedürfnissen der uns anvertrauten Menschen stellen sich die Münsteraner Mitarbeiter nicht nur in therapeutischer und medizinischer Hinsicht, sondern auch in baulicher: Viele Projekte wuchsen und wachsen Stein auf Stein.

 

Richtungsweisend waren die Alexianer so zum Beispiel vor gut 20 Jahren im Bereich der Gerontopsychiatrie. Mit dem Gerontopsychiatrischen Zentrum in der Stadtmitte und dessen besonderer Konzeption vielfältiger Hilfen unter einem Dach sowie der Villa Hittorfstraße als erste Alexianer Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz setzen die Alexianer in Münster auch bundesweit Akzente.

 

Ebenso finden sich auch im Münsteraner Wohnbereich viele innovative Meilensteine, angefangen von den ersten Auszügen in die umliegenden Gemeinden über die stete Spezialisierung der einzelnen Wohnangebote bis hin zum jüngst eröffneten Haus Thomas, in dem Menschen mit Behinderung im Alter in liebevoller Atmosphäre ihren Lebensabend verbringen können.

 

Typisch für die Alexianer-Region Münster ist sicherlich auch die große Offenheit und Transparenz, mit der die Öffentlichkeit in das oft schwer vermittelbare Thema „Psychiatrie“ eingebunden wird. Das Kunsthaus Kannen mit seinen längst international bekannten Ausstellungen und Aktivitäten, der Sinnespark mit rund 20.000 Besuchern im Jahr, die Klostergärtnerei, das Reittherapiezentrum oder die neuen stadtnahen Angebote wie die Alexianer-Waschküche oder der Alex-Dorftreff waren und sind hier ideale Brückenbauer.

 

Bemerkenswert sind auch die jüngsten Einrichtungen: Dazu gehört die Don Bosco Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, mit der sich der Standort Münster als erste Alexianer-Region dieser Thematik annahm. Ein weiteres großes Projekt wurde im Juni 2011 mit der Eröffnung der forensischen Christophorus Klinik final auf den Weg gebracht. Nach zehn Jahren Planungs- und Bauzeit, begleitet von kontroversen Diskussionen, konnten die Patienten in diese besondere Einrichtung einziehen.

 

Kurzum: Münster war und ist eine sehr innovative, lebendige und auch vielseitige Alexianer-Region. Einen maßgeblichen Anteil an der jahrzehntelangen positiven Weiterentwicklung tragen an erster Stelle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Wir freuen uns daher, das Jubiläum mit Ihnen gemeinsam feiern zu können, danken Ihnen herzlich für die vielen Ideen und sind gespannt, was das Jubiläumsjahr an besonderen Aktivitäten für uns und Sie alle bereithält.

 

 

Andreas Barthold und Gerald Oestreich

Hauptgeschäftsführer der Alexianer GmbH

 

 

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Hauptgeschäftsführer Gerald Oestreich, Andreas Barthold